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Kurze Einführung in die Homöopathie:

Homöopathie ist eine sanfte, effiziente, wissenschaftliche Naturheilmethode. Sie bedient sich natürlicher Heilmittel aus dem Pflanzenreich, Tierreich, Mineralreich und dem Reich der Elemente (Eisen, Chlor, Brom, Kalium, Natrium, Phosphor usw.).

Diese Substanzen werden je nach deren Toxizität als Urtinktur oder verdünnt und verschüttelt (diesen Prozess der Arzneibereitung nennt man auch “Potenzierung”) angewendet. Fachmännisch erlernt und angewendet, können mit der homöopathischen Heilmethode akute und chronische Krankheiten, ganzheitlich und individuell behandelt werden. Der Organismus wird durch die eingenommene Arznei umgestimmt und veranlasst, die krankmachenden Prozesse in gesunde natürliche physiologische Prozesse zu ändern.

Für die Wahl der korrekten, individuell für den Krankheitsfall passende homöopathische Arznei, sind in erster Linie die aktuellen Symptome des Patienten wichtig. Weiter erfragt der geschulte Homöopath aber auch die gesamte Krankengeschichte, um zu erfahren, woher die Reise der Krankheit kommt und wohin diese führen kann. Auch die Familienkrankgeschichte, also die prominenten Erkrankungen der blutsverwandter Angehörigen (Eltern, Grosseltern, Geschwister), können Aufschluss über die pathodynamische Herkunft des Organismus geben.

All diese Informationen analysiert der Homöopath und versucht aus der Totalität der Symptomen des Patienten zu verstehen, welche Symptome für den Fall charakteristisch und welche Symptome gewöhnliche Symptome, also zur Krankheit gehörend, sind. Die sogenannten, eigenheitlichen und charakteristischen Symptome, die den Fall individualisieren, leiten den Homöopathen zur homöopathischen Arznei. Das korrekte homöopathische Arzneimittel, kann den Organismus derartig umstimmen, dass dieser gesundet und somit die Symptome des Patienten verschwinden.

Ziel dieses Blogs:

Ziel ist es gut laufende und erfolgreiche Fälle dem Interessierten Publikum mitzuteilen. Dies können Therapeuten sein (Naturheilpraktiker, Homöopathen, Chinesische Mediziner, Ärzte) oder auch Patienten, die auf der Suche nach eine für Sie passende Heilmethode sind.

Unser Ziel ist es auch, die von den Medien nicht gerade mit Samthandschuhe angefasste Homöopathie ins rechte Licht zu stellen und zu zeigen, was das wahre Potential dieser der Schulmedizin sehr nahe stehenden Therapiemethode aufzuzeigen.

Warnung und Haftungsausschluss:

Hier wollen wir keine Heilversprechen machen, auch wenn unsere Domain “homöopathie-heilt.com” dies suggerieren könnte. Wir sind Praktiker und kämpfen täglich für unsere Patienten mit ihren akuten und chronischen Leiden, die oft jahrelang keine Hilfe finden konnten. Dabei erkennen wir täglich unsere Grenzen, unsere mangelndes Wissen und Verständnis, der doch sehr komplexen pathodynamischen und pathophysiologischen Vorgängen im menschlichen Körper. Doch sehen wir auch, dass wir in viele Fällen erhebliche Linderung bewirken können, wo vorher vieles versagt hat. Und über richtige Heilerfolge freuen wir uns mit unseren Patienten natürlich sehr.

Bei den Fällen, die wir hier veröffentlichen, handelt es sich um eigene Fälle aus unserer Praxis oder Fälle die wir als Supervisoren begleitet haben. Die Fälle sind anonymisiert und können nicht rückverfolgt werden. Die Arzneimittel sind individuell gewählt und werden bei ähnlichen Krankheiten wahrscheinlich versagen, da die Charakteristik der Fälle, mit ähnlicher Pathologie, meist anders gelagert ist. So wollen wir vor laienhafter Anwendung von homöopathischen Arzneien abraten und übernehmen keine Haftung, wenn Patienten bei ähnlichen gelagerten Fällen, mit der hier angegebenen Arznei nicht zum Erfolg kommen.
Lassen sie sich von einem Spezialisten, von einem echten Homöopathen, der nicht mehrere Heilmethoden, sondern nur die Homöopathie praktiziert, behandeln. Dann haben Sie die grösste Change, dass Ihnen geholfen wird.

Ein kleine Fallbeispiel: Gichtische Veranlagung

Spontanbericht: Grund weshalb die homöopathische Behandlung gewünscht wird:

Eine junge Dame, sie ist Studentin, erscheint mit folgenden Anliegen in der Praxis. Durch eine lang andauernde intensive Vorbereitung auf Prüfungen, mit bis zu 100 Lernstunden in der Woche, entstanden allmählich Panikattacken mit Zittern, Schweissausbrüchen, Alpträumen in der Nacht, Lernunfähigkeit, Gedächtnisschwäche, Unsicherheit und diffuse Ängste.

Zusätzliche Symptome:

Weiter gefragt ergeben sich noch Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, stechender Art, entlang der Schädelnähte und auch Gelenksschmerzen. Ein seit der Kindheit bestehendes allergisches Symptom auf Lebensmittel ist sehr ausgeprägt: Es entstehen Rötungen an Mund, After und den Genitalien.

Allgemeine Beschreibung:

Die Patientin ist blass, hat im Sommer viel Sommersprossen.

Persönliche Krankengeschichte:

  • Kinderkrankheiten: Masern, Röteln, Windpocken.
  • Allergien (Rötungen an den Schleimhäuten).
  • Kopfschmerzen schon als Kind (stechender Kopfschmerz an den Nähten am Schädel).
  • Sie hatte Wachstumsschmerzen in der Kindheit.
  • Sie hat grosse Erwartungsangst vor Prüfungen und ist sehr ehrgeizig und fleissig.
  • Sie hat oft kalte Extremitäten, hat aber oft auch einen Wechsel von Hitze und Frost.

Familienkrankengeschichte:

Die Familiengeschichte zeigt eine Prädisposition zu Gelenkeschmerzen, Herzkrankheiten und Gicht.

Analyse des Falles und Diagnose:

Die Analyse des Falles zeigt, dass viele Symptome der Patientin (Hypochondrische Angst, Panik, Gelenkschmerzen, die Art der Kopfschmerzen, usw.), sowie dominante Krankheiten in der Familie (Herzleiden, Gelenkserkrankungen, Gicht), dem gichtischen Formenkreis zugeordnet werden können.

Die dominanten Symptome der Rötungen der Schleimhäute an den Körperöffnungen (Mund, After, Scheide), ist nicht der gichtischen Diathese zuzuordnen und stellt demzufolge ein individualisierendes Symptom der Patienten dar.

Repertorisation:

Verwendete Software: Complete Dynamics

Fall 001 Complete Dynamics Repertorisation

Fall 001 Complete Dynamics Repertorisation

Aus der Repertorisation werden die Arzneien Sulph., Lach., Phos. Sep. und Sil. als wahlfähige Arzneien in Betracht gezogen und in der Arzneimittellehre (Bogers Synoptik Key, Verlag Ahlbrecht) nachgelesen.

Differentialdiagnose und Arznei – Entscheidung:

Eine detaillierte Erklärung der Grundlagen für den Entscheid der Arznei Sulph. würden den Rahmen sprengen. Bei näheren Interessen kontaktieren Sie bitten den Autor.

Wir finden folgende Symptome bei Sulph.:

  • Röte der Körperöffnungen.
  • Wirkungsorte der Arznei: Gelenke, Schleimhäute.
  • Sulph. deckt auch die mögliche Ursache der Panikattacken, die geistige Überanstrengung ab.
  • Und Sulph. ist eine wichtige Arznei für die gichtische Diathese, die sich durch die persönliche, aber auch bereits durch die familiäre Krankengeschichte durchzieht.

Verabreichung der Arznei:

Die Arznei wurde in monatlichen Abständen, als SULPH. C200 in Einzelgaben verabreicht.

Fallverlauf:

Die Patientin wurde bereist nach der ersten Gabe ruhiger und konnte Ihre Studien wieder aufnehmen. Sie reduzierte das Pensum der Studienzeiten und hatte nicht mehr diesen Drang sich derartig zu überfordern.

Die Allergie und Rötungen der Schleimhäute besserte sich allmählich im Zeitraum von eines halben Jahres und traten dann nicht mehr auf. Auch die sporadischen Gelenksschmerzen und die Kopfschmerzen wurden allmählich weniger und verschwanden mit der Zeit vollkommen.

Die Studentin fühlt sich heute gesund und fit und erfreut sich ihres jungen Lebens.

Zeitraum der Beobachtung: 1.5 Jahre.

Autoren:

Adrian SchneiderHomöopathie Bülach – Similibus; Naturheilpraktiker mit eidg. Diplom in Homöopathie
Andreas PichlerHomöopathie Luzern; Dr. Ing. und Naturheilpraktiker mit eidg. Diplom in Homöopathie